Für ihr langjähriges Engagement zwischen Deutschland und Marokko wurden Fatima Zahra El Miri und Manfred Fahnert in Rabat mit dem deutsch-marokkanischen Freundschaftspreis ausgezeichnet. Die Ehrung würdigt zwei Persönlichkeiten, die in unterschiedlichen Bereichen nachhaltige Zusammenarbeit gestalten.
Der deutsche Botschafter Christian Heldt widmete seinen ersten Empfang in der Residenz den beiden Preisträgern. Im Mittelpunkt standen ihre Verdienste um den landwirtschaftlichen Austausch und die Bewahrung traditioneller Baukultur.
Fatima Zahra El Miri: Eine Brückenbauerin der landwirtschaftlichen Zusammenarbeit
Fatima Zahra El Miri engagiert sich seit 2009 im marokkanischen Landwirtschaftsministerium für die Zusammenarbeit beider Länder. Seit 2019 koordiniert sie den Deutsch-Marokkanischen Agrar- und Forstfachdialog. Ihre Arbeit umfasst den Austausch über landwirtschaftliche Methoden, den Waldschutz und die Anpassung an den Klimawandel.
Mit ihrer Ehrung erhält auch die kontinuierliche Koordinationsarbeit hinter internationalen Projekten Aufmerksamkeit. Denn fachliche Zusammenarbeit braucht Menschen, die Kontakte pflegen, unterschiedliche Perspektiven zusammenführen und gemeinsame Vorhaben verlässlich begleiten.
Manfred Fahnert: Handwerk verbindet Menschen und Kulturen
Manfred Fahnert arbeitet seit mehr als vier Jahrzehnten im ökologischen Bauen. Seit nahezu 25 Jahren begleitet er die Restaurierung der Kasbah Caid Ali el Jadida. Darüber hinaus engagierte er sich beim Wiederaufbau in Al Haouz nach dem Erdbeben.
Zum Erhalt von Baukultur gehört auch die Weitergabe des handwerklichen Wissens. Diesen Zusammenhang stellte Fahnert 2024 auf der Leipziger Messe „denkmal“ vor: Sein Vortrag über den Weg vom LEHMEXPRESS zu den Atlas Chantiers beschrieb, wie sich ein Restaurierungsprojekt zu einer Ausbildungsstätte für Handwerker und Architekten entwickelte. Die Verbindung von Restaurierung und Ausbildung eröffnet dabei eine Perspektive über das einzelne Gebäude hinaus: Kenntnisse können weitergegeben und bei künftigen Projekten angewendet werden. Messe „denkmal“
Anerkennung für langjähriges Engagement
Der jährlich verliehene Freundschaftspreis würdigt persönliche Verdienste und soll zu weiteren gemeinsamen Initiativen ermutigen.
Die beiden Preisträger stehen für unterschiedliche Formen des Austauschs. Ihre Tätigkeiten zeigen, wie eng nachhaltige Entwicklung mit Erfahrung und Wissen verbunden ist – in der Landwirtschaft ebenso wie im Bauhandwerk. Zugleich machen sie sichtbar, welche Bedeutung persönliche Verbindungen für die Zusammenarbeit zwischen Ländern haben.
Eine solche Ehrung gibt der deutsch-marokkanischen Freundschaft konkrete Gesichter. Sie lenkt die Aufmerksamkeit auf Menschen, deren tägliche Arbeit Vertrauen schafft und gemeinsame Vorhaben über viele Jahre trägt.
